Leserbrief: Finanzielles Risiko übernommen

09.11.2016 - Am 28.10. veröffentlichte die Rhein-Zeitung einen Bericht unter dem Titel "Ulmen: Zwischen Maar und Weiher bewegt sich was", welcher die touristische Nutzung des Ulmener Maars und des Jungferweihers thematisiert. Kernthemen des Berichts sind die geplante Reaktivierung des Verbindungsstollens zwischen den beiden Ulmener Gewässern und dem Umbau des Pumpenhauses am Maar. Unser Fraktionsvorsitzende im Stadtrat Ulmen, Lothar Friedrich, verfasste auf diesen Bericht einen Leserbrief an die Rhein-Zeitung, welcher sich kritisch mit der Übernahme des Pumpenhauses durch die Stadt Ulmen auseinandersetzt: 

"Sie berichten ihn Ihrer Ausgabe vom 28.10.2016 von der Übernahme des Pumpenhauses am Ulmener Maar. Der Stadtrat der Stadt Ulmen hat beschlossen das Pumpenhaus am Ulmener Maar vom Kreis Wasserwerk  zu übernehmen. Seit Jahrzehnten wurde das Pumpenhaus am Ulmener Maar ungenutzt dem Verfall preisgegeben.

Da das Pumpenhaus durch die Landesregierung unter kulturellen Schutz gestellt wurde, war der Kreis Cochem-Zell verpflichtet das Gebäude zu erhalten und den Maschinenpark zu konservieren. Obwohl es sich bei dem Pumpenhaus um die Wiege der Wasserversorgung des Kreises Cochem-Zell handelt, kam dem Pumpenhaus keinerlei Beachtung zu und wurde so dem Verfall preisgegeben. Fakt ist jedoch, dass der Kreis als Eigentümer des Pumpenhauses den gesetzlichen Verpflichtungen zum Schutz des Gebäudes nicht nachkam. Die Stadt Ulmen hatte in den letzten Jahrzehnten unterschiedliche Ideen zum Pumpenhaus entwickelt, deren Umsetzung alle scheiterten. Nun bekommt die Stadt Ulmen diese „ Ruine“  mit 80.ooo € Bonus quasi geschenkt. Die Kosten die der Kreis und das Kreiswasserwerk in den letzten Jahrzehnten gespart haben werden nun der Stadt Ulmen übertragen. Die bauliche Sicherstellung des Pumpenhauses mit dem Erstellen einer Besucherplattform wird mindestens  270.000 Euro betragen."

Friedrich erklärte ferner, "Die SPD-Fraktion im Stadtrat Ulmen sieht deshalb den Kreis eindeutig in der Pflicht,  das als Kulturdenkmal deklarierte  Gebäude gemäß den gesetzlichen Verpflichtungen vor der Übernahme zu sanieren."